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Das 50-MHz- vs. 100-MHz-Handoszilloskop: Wie viel Bandbreite benötigen Sie wirklich?

Beim Kauf eines Handoszilloskops ist die Bandbreite eines der ersten Merkmale, auf die man achtet. Reicht ein 50-MHz-Modell für Ihre Arbeit aus oder benötigen Sie ein 100-MHz-Modell? Die kurze Antwort: Es kommt auf die zu messenden Signale an. Ein gutes Verständnis der Bandbreite kann Sie jedoch davor bewahren, zu wenig (und damit ärgerliche Einschränkungen) oder zu viel (unnötige Kosten) zu kaufen.

In diesem Beitrag erklären wir, was Bandbreite wirklich bedeutet, vergleichen die Optionen mit 50 MHz und 100 MHz und helfen Ihnen bei der Entscheidung, was für Ihre Projekte das Richtige ist – insbesondere bei tragbaren Multifunktionswerkzeugen wie der Handgeräte-Serie von Hanmatek.

Was ist eigentlich Oszilloskop-Bandbreite?

Die Bandbreite bezeichnet die höchste Frequenz, die ein Oszilloskop präzise messen und darstellen kann. Sie wird typischerweise als der -3-dB-Punkt definiert (an dem die Signalamplitude auf etwa 70,7 % ihres wahren Wertes abfällt). Man kann sie sich als die „Geschwindigkeitsgrenze“ des analogen Eingangssignals des Oszilloskops vorstellen.

Bei Sinuswellen kann das Oszilloskop Signale bis zu seiner Nennbandbreite recht gut verarbeiten. Die meisten realen Signale – wie digitale Impulse, Rechteckwellen oder PWM – weisen jedoch viele Oberwellen auf. Reicht die Bandbreite des Oszilloskops nicht aus, werden diese Oberwellen gedämpft, was zu abgerundeten Flanken und Verzerrungen der Wellenform führt.

Eine gängige Faustregel (die „5×-Regel“) besagt, dass die Bandbreite mindestens dem Fünffachen der höchsten relevanten Grundfrequenz entsprechen sollte. Dies gewährleistet präzise Anstiegs- und Abfallzeitmessungen sowie eine originalgetreue Wellenformwiedergabe (mit einem Fehler von unter 2 %). Manche Ingenieure streben für kritische Anwendungen sogar die 10-fache Bandbreite an.

Handoszilloskop vs. Tischoszilloskop: Die wichtigsten Unterschiede — Hanmatek

Faktenblock 1 – Definition und Auswahlregel der Oszilloskop-Bandbreite

Fazit: Die Bandbreite des Oszilloskops ist am -3-dB-Punkt definiert und sollte für eine genaue Wellenformwiedergabe nach der 5×-Regel ausgewählt werden.
Daten/Fallbeispiel: Bei der -3-dB-Frequenz sinkt die Signalamplitude auf 70,7 % des Sollwerts. Die Anwendung der branchenüblichen 5×-Regel (Bandbreite ≥ 5 × höchste Grundfrequenz) hält den Messfehler der Anstiegs-/Abfallzeit für Rechtecksignale und Impulse unter 2 %. Für präzisionskritische Anwendungen wird häufig ein 10×-Wert verwendet.

50 MHz vs. 100 MHz: Unterschiede in der Praxis

  • 50 MHz Bandbreite – Ideal für Signale bis zu einer Grundfrequenz von ca. 5-10 MHz.

    • Arduino, Raspberry Pi oder einfache Mikrocontroller-Projekte (SPI/I2C mit typischen Geschwindigkeiten, PWM bis zu einigen MHz)
    • Audioschaltungen, Überprüfung der Restwelligkeit der Stromversorgung, Sensoren für niedrige Drehzahlen
    • Anstiegszeiten um 7 ns oder langsamer

    Ein 50-MHz-Oszilloskop beginnt oberhalb von etwa 5-10 MHz merklich Rechteckwellen abzurunden, aber für Hobbyisten, Außendienstmitarbeiter oder Bildungszwecke ist das völlig ausreichend.

  • 100 MHz Bandbreite — Bewältigt Grundfrequenzen bis ca. 10-20 MHz problemlos (oder höher mit gewissen Kompromissen).

    • Schnellere digitale Signale (höherstufige SPI-, USB FS-, Videosignale oder Schaltnetzteile mit Überschwingen/Oszillationen)
    • Bessere Auflösung der Anstiegs-/Abfallzeiten (~3,5 ns)
    • Zukunftssicherung für sich entwickelnde Projekte

    Der Unterschied wird besonders bei Rechteckwellen deutlich: Ein 100-MHz-Oszilloskop zeigt schärfere Kanten und einen genaueren Oberwellengehalt, während eine 50-MHz-Version übermäßig geglättet oder sinusförmig erscheinen kann.

Hier können Sie sehen, wie sich die Bandbreite auf die Wellenformtreue auswirkt – Oszilloskope mit geringerer Bandbreite verlieren Details bei schnelleren Flanken.

Faktenblock 2 – Leistung von 50-MHz-Handoszilloskopen

Fazit: Handoszilloskope mit einer Bandbreite von 50 MHz sind für die meisten Hobby-, Ausbildungs- und allgemeinen Außendienstaufgaben ausreichend.
Anwendungsfall: Diese Modelle charakterisieren präzise Signale mit Grundfrequenzen bis zu 5–10 MHz (z. B. typische Arduino/Raspberry Pi SPI & I²C, Audioschaltungen, PWM-Regelkreise, Versorgungsspannungswelligkeit) und bieten eine Anstiegszeitauflösung von etwa 7 ns sowie eine akzeptable Rechteckwellenwiedergabe unterhalb von 10 MHz.

Warum Handoszilloskope? Mobilität trifft auf Leistung

Handgeräte vereinen Oszilloskop-, Multimeter- und manchmal auch Signalgeneratorfunktionen in einem kompakten, batteriebetriebenen Gehäuse – ideal für Feldarbeit, den Einsatz am Arbeitsplatz ohne Unordnung oder die Fehlersuche vor Ort.

Hanmatek bietet in diesem Segment ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Zweikanalmodellen inklusive echter Effektivwertmessung. Alle Hanmatek-Handoszilloskope werden in Werken gefertigt, die nach ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert sind.

Faktenblock 3 – Vorteile einer Bandbreite von 100 MHz bei Handoszilloskopen

Fazit: Eine Bandbreite von 100 MHz bietet im Vergleich zu 50-MHz-Modellen eine deutlich bessere Wiedergabetreue und Zukunftssicherheit für schnellere und komplexere Signale.
Daten/Anwendungsfall: Diese Instrumente lösen Anstiegszeiten um 3,5 ns auf und erfassen präzise die Grundfrequenzen bis zu 10–20 MHz. Dadurch werden Flankendetails, Überschwingen, Nachschwingen in Schaltnetzteilen und Oberwellen höherer Ordnung in USB FS-, High-Speed-SPI- und Videosignalen deutlich sichtbar – Details, die bei 50-MHz-Instrumenten sichtbar abgeschwächt werden oder verloren gehen.

Hanmatek HO52 (50 MHz) – Die ideale Wahl für Einsteiger und Fortgeschrittene im Elektronikbereich. Mit 50 MHz Bandbreite, 250 MSa/s Abtastrate und zwei Kanälen bewältigt sie die meisten alltäglichen Elektronikaufgaben effizient.
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Hanmatek HO102 (100 MHz) – Die ideale Wahl, wenn Sie eine klarere Darstellung schnellerer Signale benötigen oder mehr Headroom wünschen. Die höhere Bandbreite macht sich deutlich bei Flanken und hochfrequenten Inhalten bemerkbar, ohne dass Sie auf wesentlich teurere Tischoszilloskope umsteigen müssen.
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Kurzleitfaden zur Entscheidungsfindung

  • Meistens handelt es sich um Anwendungen mit niedriger Geschwindigkeit, wie z. B. digitale Anwendungen, Audiotechnik, Leistungselektronik oder Lernanwendungen. → 50 MHz sind in der Regel ausreichend und kostengünstig.
  • Arbeiten mit schnelleren Takten, Debuggen von Überschwingen in Schaltnetzteilen oder der Wunsch nach besserer Genauigkeit bei Signalen im Bereich von 10-20 MHz → 100 MHz bringen eine spürbare Verbesserung und längere Lebensdauer.
  • Sie benötigen sowohl Tragbarkeit als auch den Komfort eines Multimeters? → Die Handgeräte von Hanmatek bieten beides: Bandbreite in einer robusten und leicht zu transportierenden Form.

Laut dem Marktbericht für Test- und Messgeräte 2025 von MarketsandMarkets dominieren tragbare Oszilloskope mit einer Bandbreite von 50–100 MHz weiterhin die Segmente Hobbyisten, Bildung und Außendienst, da sie ein optimales Verhältnis von Leistung, Kosten und Mobilität bieten.

Bandbreite ist nur ein Faktor – auch Abtastrate, Speichertiefe und Funktionen spielen eine Rolle –, aber sie bildet die Grundlage. Viele Anwender beginnen mit 50 MHz und rüsten später bei Bedarf auf, doch die Entscheidung für 100 MHz von Anfang an erspart einem oft spätere Reue.

Welche Signale messen Sie am häufigsten? Hinterlassen Sie unten einen Kommentar – wir würden gerne mehr über Ihren Anwendungsfall erfahren!

Bleiben Sie dran für weitere Oszilloskop-Tipps und detaillierte Produktvorstellungen von Hanmatek.

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